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Damen: Licht und Schatten

 
Erstellt von Dalibor Durbek (Abteilungsleiter)

Beim "Herzschlagfinale dahoam" kamen die Fans voll auf ihre Kosten.

Unter der lautstarken Anfeuerung der zahlreichen Germeringer Fans und Zuschauer starteten unsere Damen 1 hochmotiviert in das erste Duell des Heimspieltages gegen den ehemaligen Trainer Jürgen Malter und seine aktuellen Schützlinge des TSV TB München 3. Doch vielleicht war es gerade die besondere Situation des Abstiegskampfes und der selber hoch gesetzte Erwartungsdruck, der wenige Minuten später das Team in sich zusammenfallen und nicht ins Spiel finden ließ. Nach einer 5:9 - Auszeit kam man einfach immer noch nicht in den nötigen Tritt, und auch die Auszeit bei 10:19 brachte unterm Strich ebenfalls nicht den erhofften Impuls - der SVG ging mit einem 12:25 förmlich unter, zu schwer wog die Bürde auf den Schultern. Umso beachtlicher war dann die Gegenreaktion des Teams um Kapitän Andrea Härle, denn im zweiten Satz liefen die Münchenerinnen dauernd einem 4 - Punkte - Rückstand hinterher. Wie ausgewechselt präsentierten sich dagegen die Gastgeberinnen und begeisterten das Publikum und sich selber mit einem gelungenen Ballwechsel nach dem anderen. Satzausgleich mit einem 25:18 und das Wissen um die eigene Stärke war wieder da!! Der dritte Durchgang verlief lange Zeit ausgeglichen und dennoch schlichen sich wieder vermehrt "leichte" Eigenfehler ein. Zwei starke Aufschlägerinnen brachten dann zum Satzende hin die Annahme des SVG in ernste Bedrängnis, es konnten trotz aller Bemühungen, Auszeiten und Spielerwechsel keine eigenen Punkte mehr erzielt werden. Am Ende mussten die Hawks In Blue ein  wiederum viel zu deutliches 25:13 verdauen. Hoffnungsvoll ging man in den vierten Satz, wohl wissend, dass man das Spielmoment jederzeit wieder für sich gewinnen konnte. Leider hatten die Damen des Turnerbunds aber den besseren Start erwischt und legten am Ende auch spielerisch noch einmal eine Schippe drauf. Unsere Mädels kämpften bis zum Umfallen und parierten mit fast schon martialischen Abwehrbällen die Attacken des Gegners - doch summa summarum musste der Satz mit einem 16:25 verloren gegeben werden. Verständlicherweise traurige Gesichter und hängende Köpfe schlichen in die Umkleide zur Teambesprechung. Kurz, knapp und präzise wurden die Fehler analysiert, das Team wieder aufgebaut und für das zweite Spiel des Tages instruiert. Mit ganz anderem Selbstverständnis kam man dann im zweiten Spiel des Tages gegen den Tabellenzweiten und Aufstiegskandidaten SV Mauerstetten 2 aufs Feld zurück. Zwar war die Zuschauerkulisse etwas geschrumpft (Damen 3 bereitete sich in der Halle nebenan für ihren nun folgenden Auswärtsspieltag vor), dennoch gaben die Trommlerinnen alles und auch die restlichen Fans hielten zusammen mit Coach Dali der aggressiven Lautstärke des Mauerstettener Trainerteams entgegen. Einige kurze Wackler im ersten Satz ließen die Gäste mit einem 25:21 - Erfolg vom Feld gehen. Unerschrocken kämpften die Germeringerinnen aber weiter um ihr Glück und mit einem ebenfalls 25:21 gelang auch postwendend der Ausgleich. Der dritte Satz zeigte dann, dass auch ein Aufstiegskampf zu einem Krampf werden kann, insbesondere als die beiden Betreuer des SVM ihre teilweise noch jugendlichen Schützlinge richtig aggressiv angingen. Dies verunsicherte sogar die Damen des SVG auf der anderen Netzseite kurzfristig, doch listige Bälle, lautstarke Unterstützung durch ihren Coach und deftige Gegenwehr in Wort und Anfeuerung führten zu einem kompletten Kantersieg - 25:10 für den SVG, der Gegner war mental weggebrochen! Der vierte Satz war mit einem 25:12 und der nun emotional aufgepeitschten Zuschauerkulisse ein Schaulaufen für die Gastgeberinnen in dem erdrutschartig alle Emotionen verarbeitet werden konnten, die sich zuvor aufgestaut hatten. Die Gäste hatten ein gewaltiges Nachsehen da sie eventuell auch ihre Chance auf den Aufstieg verzockt hatten, während unsere Damen 1 in Freudentaumel und Jubelgesänge über die erreichten und so wichtigen drei Tabellenpunkte ausbrachen und ihren hochverdienten Sieg zusammen mit den Fans feierten!

Somit besteht zumindest wieder eine Minimalchance, am Ende eventuell noch den vorerst rettenden Relegationsplatz zu erreichen. Dafür darf der verfolgte FC Penzing nun in vier Spielen keinen Sieg mehr einfahren und der SVG muss am 16.03. beim Tabellenführer in Marktoffingen und am 23.03. in Königsbrunn mit jeweils drei Punkten vom Feld gehen. Beides ist machbar, gewann man doch die Hinspiele jeweils schon mit 3:2 Sätzen und mit dem am Heimspiel gewonnen Selbstvertrauen ist berechtigerweise durchaus noch mehr drin.

Unsere Damen 1 ist jetzt erst recht ON FIRE!!!

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Noch ist was drin in der Landesliga!!